Sommer, Sonne, Wolkenbruch

Eigentlich, ja eigentlich war das bisher kein schlechtes Jahr für die Reben. Wenn es gerade zu trocken werden drohte kam doch noch Regen, aber nicht so viel und andauernd als dass es der Verbreitung der Peronospora um die Rebblüte dienlich gewesen wäre. Die ist jetzt freilich kräftig im Kommen, haben wir doch in den letzten Wochen einen kontinuierlichen Nachschub an Wasser von oben bekommen – die Trauben sind jedoch in Sicherheit, es geht nur noch ans Laub.

Alle Prognosen deuten auf eine außerordentlich frühe Lese hin, der optimalen Wasserversorgung im Wechsel mit strahlendem Sonnenschein sei Dank. Groß und schwer werden die Trauben wohl, was die Frost-bedingten Ausfälle ein Stück weit kompensieren dürfte. Hier ist so ein Totalausfall:

Zwei Stöcke weiter sieht es dann schon wieder ganz anders aus:

Schwere, dicke Beeren erhöhen jedoch die Gefahr des Aufplatzens. Dazu zeigt sich die zweite Generation des dieses Jahr ungewöhnlich aktiven Traubenwicklers mit dem Sauerwurm doch recht deutlich. Es sind ja nur einzelne Beeren, aber die haben alle eine Beschädigung und wenn es nicht einen trockenen August gibt wird an ebenjenen Beeren die Fäulnis ausbrechen. Hier ist so ein deutlich ramponierter Stock:

Aber zum Glück sehen lange nicht alle so aus. Bei den Rotwein-Weinbergen werden zudem jetzt noch die Blätter in der Traubenzone abgezupft, das sorgt für bessere Durchlüftung und trägt hoffentlich auch seinen Teil dazu bei dass noch möglichst viele Beschädigungen eintrocknen.

Also dann abwarten und Wein trinken, die Weinlese steht vor der Türe.

 

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