Vater & Sohn

Keine Angst, das ist keine Geschichte über Cat Steven’s berühmtes Lied „Father and son“. Das ist eine Geschichte über Wein.

Micha und Opa

Als Michael und ich beschlossen, von London nach Kitzingen zu ziehen, um in das Weingut der Eltern einzusteigen, stand für uns eines fest: Wir wollten es auf unsere eigene Art machen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht ganz klar, wie das genau aussehen würde. Wir wussten, dass wir nachhaltig arbeiten wollten. Wir wollten qualitativ guten Wein machen. Ohne Zusätze, ohne Schönung, ohne Filtration. Wir wollten einen Wein „machen“, den wir liebend gerne selber trinken würden.

Aber zunächst musste der normale Betrieb weitergehen um Angestellte zu bezahlen und Kunden zu beliefern. 2014 füllten wir  unseren ersten Wein ab und der kam so gut an, dass er in Kürze ausverkauft war. Vielleicht war es Anfängerglück oder 2013 war ein guter Jahrgang für diese beiden Weinberge  – ich weiß es nicht. Ich weiß lediglich, dass wir sehr viele Fehler gemacht haben und oftmals unsicher waren, wie es weitergehen soll. 2014 war ein schwieriger Jahrgang und wir konnten den Großteil unseres Weines nicht verwenden. Es fühlte sich immer noch wie eine Versuchsreihe an. Aber was gelang, gelang hervorragend.

Mit dem 15er Jahrgang war der Punkt gekommen, an dem wir uns entscheiden mussten. Riskieren und investieren oder nicht. Wir haben uns dafür entschieden diesen Weg zu gehen und sehr viel mehr Wein so zu machen wie wir ihn besonders gerne mögen. Nach drei Jahren fühlt es sich nun das erste mal nicht mehr wie ein Hobby an. Es klingt vielleicht gemein, aber ich habe nicht immer daran geglaubt, dass wir es schaffen werden. Es gab immer noch die Möglichkeit, den Notausgang zu nehmen.

Drei Generationen

Ich hatte nie das Gefühl, dass Michael’s Vater irgendwelche Zweifel hatte. Er und Michael haben zusammen gearbeitet, diskutiert, vielleicht auch mal gestritten, aber sie haben sich immer gegenseitig unterstützt. Sie haben beide die gleiche Mission: das kleine Weingut für die Zukunft gut aufzustellen. Ich bin immer ein bisschen überwältigt, wieviel Vertrauen und Respekt beide füreinander haben. Bernhard ist mächtig stolz, dass Michael mit so viel Leidenschaft und Interesse bei der Sache ist. Und Michael könnte sich keinen offeneren und vertrauensvolleren Vater wünschen.

Melanie & Michael-333

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich aus dieser Beziehung etwas entwickelt, das ebenso kostbar wie die Beziehung selbst ist: die Vater & Sohn Weine. Da jedoch Vater und Sohn aus einer ganz anderen Ecke kommen – Michael ist eine treuer Anhänger des Naturweins und Bernhard Mitglied der amtlichen Qualitätsweinprüfung – mussten Sie einige Kompromisse eingehen. Wobei „Kompromiss“ in diesem Fall unnötig negativ konnotiert ist. Es sollte eine Reihe von Weinen werden, die die Hürde der fränkischen Qualitätsweinprüfung passieren können. Also optisch und geschmacklich nicht großartig aus dem Rahmen fallend. Und dennoch so naturbelassen wie nur irgendwie möglich. Das heißt: wenn kein Restzucker geplant ist (in diesem Fall bedingt der Gärstopp eine frühe Schwefel-Gabe), wird nur in den Prozess der Weinwerdung eingegriffen, wenn der Verderb droht. Also sehr selten. Die Weine vergären spontan, durchlaufen den Biologischen Säureabbau und bleiben im Anschluss auf der Vollhefe liegen. Das spart anfangs viel Arbeit, kostet aber später ganz schön viel Zeit. So spaßig das regelmäßige Probieren eines jeden Gebindes klingt, erfordert es doch Fleiß und Disziplin. Filtriert wird – wenn nötig – erst vor der Füllung und dann nicht mit den schärfsten Schichten. Ein paar Hefen dürfen und sollen mit auf die Flasche. Bleibt noch der Schwefel. Ein wenig mehr Sicherheit ist bei diesen Weinen erwünscht. Und dafür braucht es nicht viel. Da – bis auf den Grauburgunder – alle Weine trocken wie sie sind abgefüllt werden, ist die Gefahr von Nachgärungen gering. Für den Oxidationsschutz – gerade beim Silvaner – sind wir bisher mit 25mg/l gut zurecht gekommen. Hier und da mag es auch mal etwas mehr werden, beim Rotwein hingegen wird es vermutlich noch weniger. Die Basisweine – ein Silvaner und ein Müller-Thurgau – sind bereits abgefüllt, ein paar Rotweine und ein großer Silvaner dürfen bis Juli noch in den Fässern reifen.

Vater & Sohn

Die Vater & Sohn Weine bauen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft unseres kleinen Weinguts. Sie stehen für das, was uns wichtig ist: Familie, Liebe und Tradition.

VS_Portfolio

Weil diese Weine im Ringen, in der Arbeit von Vater und Sohn entstehen, heißen sie auch genau so: Vater & Sohn. Die Künstlerin Mathilda Mutant hat unsere Überlegungen in ein fabelhaftes Design übersetzt.

Geschenkideen für Weinliebhaber

Jeder hat um diese Jahreszeit das gleiche Problem, nämlich schnell und ohne großen Aufwand einfallsreiche Geschenke zu finden. Oftmals wird dann etwas gekauft, das teuer ist, aber keinen idellen Wert besitzt. Machen Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden doch in diesem Jahr einmal eine ganz besondere Freude und verschenken Sie Zeit!

Laden Sie Ihre Mutter zu einem gemütlichen Abend am wärmenden Kamin inklusive einer edlen Flasche Wein und guten Gesprächen ein!

Gemütlicher Abend

Für den Vater, der als ausgesprochener Genussmensch bekannt ist, stinkenden Käse, rustikale Salami und eine gute Fasche Rotwein zusammenpacken und einen schönen Abend mit vielen Anekdoten aus der Kindheit verbringen.

Genießerpaket

Besorgen Sie sich ein Paket mit leckeren Weinen und veranstalten Sie zu Hause eine kleine Weinprobe für Ihre Geschwister und deren Partner! Kleine Snacks und interessante Hintergrundinformationen zu den Weinen garantieren einen lustigen und geselligen Abend.

Weinprobe

Der besten Freundin gefällt vielleicht ein gemeinsamer Einkaufsbummel, der anschließend mit einer Flasche prickelndem Secco gefeiert wird, während Sie Ihre Schätze begutachten und sich über die Schnäppchen freuen.

Secco-Sause

Der beste Freund freut sich bestimmt über eine gemeinsame Radtour durch eine berühmte Weingegend. Die Planung besprechen Sie einfach bei einer Flasche Wein aus der Region.

Weinfranken-Paket

Verwöhnen Sie Ihre Liebste oder Ihren Liebsten doch mit einem gemütlichen Abend zu zweit. Wählen Sie eine interessante  Wein-Dokumentation oder einen unterhaltsamen Film über Wein aus und genießen Sie dazu eine leckere Flasche Wein.

Abend zu zweit

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Schenken und hoffen, dass Sie die Vorweihnachtszeit trotz Geschenkestress genießen können. Vielleicht bei einem Glas Wein.

Tage des offenen Weinkellers 2014 – Rückblick auf ein gelungenes Wochenende

Bernhard Völker mit Weinprinzessinnen

Obwohl seit den „Tagen des offenen Weinkellers“ schon wieder einige Wochen ins Land gezogen sind, möchten wir gerne einen kurzen Rückblick auf die beiden Festtage werfen. Insbesondere die Kunden, die nicht die Möglichkeit hatten, vorbeizuschauen, können sich hoffentlich auf diese Weise ein Bild der Veranstaltung machen.

Trotz des Regens am Nachmittag des ersten Tages waren es für uns zwei sehr schöne, gelungene Festtage. Am Samstag beehrten uns sogar die Weinprinzessinnen mit einem kurzen Besuch. Unsere kleinen Filmbeiträge, sowie die Keller- und Weinbergsführungen  stießen bei den Besuchern auf reges Interesse. Glücklicherweise konnten alle trockenen Fußes wieder zum Weingut zurückgebracht werden, nachdem ein mittelgroßes Gewitter über Kitzingen hereinbrach. Das störte aber keinen.

Im Gegenteil, die Besucher nutzen die kleine Regenpause, um in der Verkostungszone ca. 60 Weine zu probieren. Der Fokus lag dabei auf Biowein, Weine aus eigener Herstellung und Weine aus der Region. Zusätzlich dazu  gab es noch eine kleine Auswahl an Weinen aus Italien, Spanien und Frankreich zu verkosten.

Um sich zwischendurch zu stärken, konnten unsere Gäste aus verschiedenen Spezialitäten aus der Region wählen. Vera Röll aus Erlach servierte saftige Rindsburger und Bratwürste. Kaffee und Kuchen, sowie leckere vegetarische Gerichte und selbstgebackenes Brot gab es von Annette Dreml und Ihrer Tochter Theresa aus Kaltensondheim.

Die Leckerbissen konnten in unserem geschmückten Hof verzehrt werden, der mit kleinen gemütlichen Eckchen zum Verweilen einlud.

Schließlich kamen auch die kleinen Gäste auf Ihre Kosten, die im Fahrerhaus der riesigen Pflanzmaschine Platz nehmen durften.

Auf diesem Wege möchten wir uns gerne bei allen Besuchern herzlich für ihr Kommen und Ihr Interesse bedanken. Wir hoffen, Sie hatten viel Spaß und haben Ihre Zeit bei uns genossen. Ein großes Dankeschön geht auch an alle Mitarbeiter und Helfer, die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben!

Tage des offenen Weinkellers am 26. und 27. Juli 2014

Alle zwei Jahre laden wir Sie dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen unseres Weinguts zu werfen. Die „Tage des offenen Weinkellers“ sind eine seltene Gelegenheit, unseren 125 Jahre alten Weinkeller und unsere Weinberge zu besichtigen, sowie den Betrieb und unsere Mitarbeiter näher kennenzulernen.

In diesem Jahr steht unsere Veranstaltung unter dem Motto „Kommen und Gehen eines Weinbergs“ und nimmt Sie mit auf eine Reise von der Neuanlegung bis hin zur Rodung eines Weinberges.

Neben Keller- und Weinbergsführungen stehen an beiden Tagen von 13 Uhr bis 20 Uhr Verkostungen und Wissenswertes rund um unseren Wein auf dem Programm. Gegen den Unkostenbeitrag von 5 Euro können Sie unsere große Auswahl an Weinen probieren und etwas über deren Verarbeitung und Herkunft erfahren.

Für Ihr leibliches Wohl ist selbstverständlich auch gesorgt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und darauf, Ihnen einen Einblick in unsere Geschichte, Philosophie und tägliche Arbeit geben zu dürfen!