Der erste Saft ist im Keller

Handlese

Bis vergangenen Montag war doch alles noch sehr gemächlich in Franken, aber nun ging es Schlag auf Schlag und die erste Lesewoche ist vorbeigerauscht. Insbesondere bei den früheren Sorten wir Bacchus und Müller-Thurgau trat ob der letzten Regenwochen doch vermehrt Fäulnis auf. Und plötzlich sah man überall die Lesemannschaften eilen und die Vollernter rattern. In unserem Fall musste auch der Regent in Sulzfeld schon geerntet werden. Teilweise per Hand:

Handlese

Man konnte förmlich zusehen wir die Trauben aufplatzten, es musste sein:

Aufgeplatzte Trauben

Logischerweise geht damit viel Saft verloren und die Fäule hat optimalen Nährboden. An vier Tagen nacheinander haben wir vier unserer Weinberge abgeerntet und da wir ja auch Weinkellerei sind kamen noch zahlreiche Winzer mit ihren Traktoren und Anhängern gefüllt mit Bacchus und Müller-Thurgau Trauben.

Anhänger mit Trauben

Das waren lange Tage und Nächte. Damit die Kraft reicht wird zwischendrin gekocht und da die gestrige Suppe unserem Kellermeister Reinhard Grohme so gut geschmeckt und er nach dem Rezept gefragt hat packen wir es hier noch dazu. Es gab: Möhrensuppe mit Kokosmilch.

Zutaten für vier ordentliche Portionen:

800g Möhren
40g Ingwer
100g Butter
2 Esslöffel Zucker
1,5l Gemüsefond
400ml (1 Dose) Kokosmilch
Salz und Pfeffer

Möhren schälen und in Scheiben schneiden, Ingwer ebenfalls schälen und fein würfeln, dann alles in der Butter andünsten. Den Zucker darüber streuen und das Gemüse karamellisieren.

Die Gemüsebrühe zugeben und köcheln lassen bis die Möhren weich sind. Pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Pürierstab dann in die Kokosmilch halten und sie etwas aufschäumen. Über die Suppe geben und mit Baguette servieren.

Kochen zur Sommerzeit: Kartoffelsalat und Weinschorle

Kartoffelsalat und Weinschorle

Kartoffelsalat und Weinschorle

In fast ganz Europa lacht diese Tage die Sonne vom Himmel und bringt die arbeitende oder urlaubende Bevölkerung zum Schwitzen. Wie erfrischend kann es da sein, sich am Abend eine Weinschorle zu mischen. Natürlich “sauer”, also mit Wasser. Ob das dann hauptsächlich Wein mit einem Spritzer Kohlensäure-haltigem Mineralwasser ist oder ein Glas mit Wein veredeltem stillem Wasser (wie vom Kollegen Salwey in der Welt gepriesen) bleibt der individuellen Vorliebe überlassen. Die verdünnte Form des Weines oder aufgepeppte Form des Wassers hat jedoch reichlich Tradition, bei den Griechen und Römern angefangen.

Wir verwenden gerne Wasser mit wenig Kohlensäure und etwas mehr Wasser als Wein. Gerne auch ein paar Eiswürfel, was den Wasseranteil nochmal erhöht und den Kohlensäureanteil verringert. Der Alkoholgehalt der Schorle liegt damit etwas unter dem von Bier – ein angenehmer Nebeneffekt wenn der Durst an heißen Tagen etwas größer ist. Es bieten sich im Prinzip alle weißen Literflaschen Weine unseres Sortiments an. Der trockenen Müller-Thurgau hat gestern Abend ganz hervorragend funktioniert. Eine Weinschorle passt prima zum Grillen, harmoniert wie wir finden aber auch sehr gut mit einem simplen Kartoffelsalat.

Unserer ist vegetarisch und verzichtet auf Majonäse, finden wir erfrischender und ist gesünder. In den Einkaufswagen müssen dazu:

1,5kg fest kochende Kartoffeln
1 Zwiebel
200ml Gemüsebrühe
8EL Brandwein- (oder Weißwein-) Essig
6EL Sonnenblumenöl 
2EL körniger Senf 
1 Bund Schnittlauch
1EL Zucker
Salz
Frisch gemahlener Pfeffer

  1. Die Kartoffeln etwa 20 Minuten kochen, sie sollten beim Schälen nicht auseinanderfallen, sonst gibt’s Kartoffelbrei. Schälen so lange sie noch heiß sind (dann geht’s leichter) und abkühlen lassen.
  2. Sobald die Kartoffeln abgekühlt sind können sie in Scheiben geschnitten und in die Salatschüssel gegeben werden.
  3. Die Gemüsebrühe zum kochen bringen, währenddessen die Zwiebel würfeln und in die kochende Brühe geben. Eine halbe Minute aufkochen lassen und den Topf vom Herd nehmen. Jetzt kommen der Essig, der Senf, Zucker, Salz und Pfeffer dazu. Gut umrühren.
  4. Die noch warme Salatsoße jetzt zu den Kartoffeln geben und ein paar Stunden durchziehen lassen, am besten über Nacht.
  5. Vor dem Servieren den Schnittlauch klein schneiden und zusammen mit dem Öl unter- und gut durchrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Guten Appetit!