Alles neu

Voelkerwein Relaunch 2014

Wenn Sie diesen Post lesen haben Sie sicher schon gemerkt, dass alles ganz anders aussieht. Und in der Tat sind wir auf ein neues System umgezogen – eher unfreiwillig, das unser bisheriges (Magento Go) dicht gemacht wird. Nun läuft alles unter WordPress mit dem WooCommerce-Plugin. Das ist eher für kleine Shops gedacht und passt daher mit seinen Standard-Vorlagen viel besser zu uns. Ein schönes Beispiel ist die neue Bezahl-Seite. Es ist nun tatsächlich nur eine Seite (vorher: fünf)

Voelkerwein Checkout

Der Blog ist besser integriert und natürlich sieht alles besser aus. Ein Nachteil ist der ein oder andere Fetzen Englisch (etwa im obigen Screenshot “What is PayPal?”), den wir bisher partout nicht übersetzt bekommen haben.

Eine weitere Änderung gibt es beim Bezahlen: den Bankeinzug bieten wir jetzt über PayPal an. Wenn Sie uns Ihre Bankdaten übermitteln, gelten für die Übertragung dieser Daten hohe Sicherheitsstandards. Die kann nur ein Dienstleister bieten. Sie können so auch per Kreditkarte bezahlen und all das ohne ein PayPal-Konto einrichten zu müssen. Das Sie natürlich auch nutzen können falls Sie möchten.

Wir wünschen vergnügliches Browsen und wenn Sie einen Fehler finden (eine derart große Umstellung gelingt NIE fehlerfrei …) – schreiben Sie mir. Danke!

Erntevorbereitungen

Die ersten Trauben für eine Ladung Federweißen waren schon im Anmarsch, als wir mit dem Reinigen der Tanks im Keller fertig geworden sind. Weinstein ist ein guter Nährboden für allerlei Unerwünschtes und wird mit Lauge und/oder heißem Wasser aufgelöst. In die meisten Tanks muss dann hineingekrochen werden, um mit Bürste oder Schrubber verbleibende Reste abzuschaben. Eine schweißtreibende Arbeit. Anschließend wird mit Zitronensäure neutralisiert und nochmals mit Frischwasser ausgespritzt. Jetzt blitzen sie.

2er

5er

6er

7er

Leider regnet es schon wieder, etwas zu viel in den letzten Wochen. Die “richtige” Lese wird in wenigen Tagen mit Müller-Thurgau und Bacchus beginnen, hoffen wir auf ein wenig Sonnenschein für den Endspurt!

Tage des offenen Weinkellers 2014 – Rückblick auf ein gelungenes Wochenende

Bernhard Völker mit Weinprinzessinnen

Obwohl seit den “Tagen des offenen Weinkellers” schon wieder einige Wochen ins Land gezogen sind, möchten wir gerne einen kurzen Rückblick auf die beiden Festtage werfen. Insbesondere die Kunden, die nicht die Möglichkeit hatten, vorbeizuschauen, können sich hoffentlich auf diese Weise ein Bild der Veranstaltung machen.

Trotz des Regens am Nachmittag des ersten Tages waren es für uns zwei sehr schöne, gelungene Festtage. Am Samstag beehrten uns sogar die Weinprinzessinnen mit einem kurzen Besuch. Unsere kleinen Filmbeiträge, sowie die Keller- und Weinbergsführungen  stießen bei den Besuchern auf reges Interesse. Glücklicherweise konnten alle trockenen Fußes wieder zum Weingut zurückgebracht werden, nachdem ein mittelgroßes Gewitter über Kitzingen hereinbrach. Das störte aber keinen.

Im Gegenteil, die Besucher nutzen die kleine Regenpause, um in der Verkostungszone ca. 60 Weine zu probieren. Der Fokus lag dabei auf Biowein, Weine aus eigener Herstellung und Weine aus der Region. Zusätzlich dazu  gab es noch eine kleine Auswahl an Weinen aus Italien, Spanien und Frankreich zu verkosten.

Um sich zwischendurch zu stärken, konnten unsere Gäste aus verschiedenen Spezialitäten aus der Region wählen. Vera Röll aus Erlach servierte saftige Rindsburger und Bratwürste. Kaffee und Kuchen, sowie leckere vegetarische Gerichte und selbstgebackenes Brot gab es von Annette Dreml und Ihrer Tochter Theresa aus Kaltensondheim.

Die Leckerbissen konnten in unserem geschmückten Hof verzehrt werden, der mit kleinen gemütlichen Eckchen zum Verweilen einlud.

Schließlich kamen auch die kleinen Gäste auf Ihre Kosten, die im Fahrerhaus der riesigen Pflanzmaschine Platz nehmen durften.

Auf diesem Wege möchten wir uns gerne bei allen Besuchern herzlich für ihr Kommen und Ihr Interesse bedanken. Wir hoffen, Sie hatten viel Spaß und haben Ihre Zeit bei uns genossen. Ein großes Dankeschön geht auch an alle Mitarbeiter und Helfer, die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben!

Tage des offenen Weinkellers am 26. und 27. Juli 2014

Alle zwei Jahre laden wir Sie dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen unseres Weinguts zu werfen. Die “Tage des offenen Weinkellers” sind eine seltene Gelegenheit, unseren 125 Jahre alten Weinkeller und unsere Weinberge zu besichtigen, sowie den Betrieb und unsere Mitarbeiter näher kennenzulernen.

In diesem Jahr steht unsere Veranstaltung unter dem Motto “Kommen und Gehen eines Weinbergs” und nimmt Sie mit auf eine Reise von der Neuanlegung bis hin zur Rodung eines Weinberges.

Neben Keller- und Weinbergsführungen stehen an beiden Tagen von 13 Uhr bis 20 Uhr Verkostungen und Wissenswertes rund um unseren Wein auf dem Programm. Gegen den Unkostenbeitrag von 5 Euro können Sie unsere große Auswahl an Weinen probieren und etwas über deren Verarbeitung und Herkunft erfahren.

Für Ihr leibliches Wohl ist selbstverständlich auch gesorgt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und darauf, Ihnen einen Einblick in unsere Geschichte, Philosophie und tägliche Arbeit geben zu dürfen!

Tod und Leben

Spinne mit Eiern in Sulzfeld

Das Jahr war für viele unserer Weinberge denkbar mies gestartet. Erdraupen hatten zahlreiche Knospen ausgefressen und darauf folgend zwei Fröste eine ganze Reihe junger Triebe vernichtet. Früh im Weinberg sah man die Kälte förmlich auf dem Boden liegen.

Frost am Eselsberg

Und die nächsten Tage wurde sichtbar was Väterlichen Frost angerichtet hatte. Bitter.

Erfrorene Triebe am Kitzinger Eselsberg

Nun war es in den letzten Wochen spannend zu beobachten, was noch aus den Beiaugen sprießt. Jedes Hauptauge hat zwei Beiaugen, für Notfälle gewissermaßen. Und da sprießte viel Grün, aber leider oft ohne Trauben. Zwar hatten wir durch die Frostruten noch eine kleine Reserves, aber die Ernte wird hier und da doch geringer ausfallen.

Dennoch schön zu sehen, wie jetzt am Weinberg Leben in die Bude gekommen ist. Es kreucht und fleucht und fliegt und flattert, fast jeden Tag findet sich eine Gelegenheit für einen Schnappschuss. Da wäre diese Eier tragende Spinne:

Spinne mit Eiern in Sulzfeld

Die Paarung der Marienkäfer:

Sich paarende Marienkäfer

Und gestern beim Nachpflanzen gesehen: beeindruckend dicke Regenwürmer, kostenlose Weinbergsarbeiter.

Dicker Regenwurm am Eselsberg

Pfingsten naht und die Blüte steht vor der Türe. So wie der Wetterbericht aussieht könnte wenigstens die gut verlaufen, drücken wir die Daumen!

Ein neuer Weinberg

Lange haben wir auf diesen Tag gewartet. Die alte Drahtanlage abgebaut, Reben ausgebuddelt, Kompost ausgebracht und mit dem Bagger umgegraben. Und dann fiel die Pflanzaktion vor zwei Wochen aus weil es zu nass war. Aber jetzt. Montag Morgen um 7.30 Uhr war die Pflanz-Mannschaft am Start und die Pflanzmaschine bereit 1600 Riesling-Pflanzen einzusetzen.

Oben am Berg wurden die Wurzeln der jungen Reben zugeschnitten.

Zwei Mann thronten auf der Pflanzmaschine um sie mit den kleine Pflänzchen zu füttern.

Pflanzmaschine

Zu Beginn etwas hakelig weil tief unten im Boden die Erde trotz dreimaligem Eggens noch arg brockig war. Aber dann lief es doch ganz gut. Bis Mittag war die Maschine fertig. Dann also angießen (mit eigens dafür gelegten Schläuchen), einen Metall-Stickel neben jedes Pflänzchen rammen.

Und mit der Stockhaue nochmal nacharbeiten.

Zu guter Letzt das traditionelle Angießen der letzten Pflanze mit einem Bocksbeutel, durchgeführt von unserem kleinen Oskar Völker mit seinen Großeltern.

Gott sei Dank hat es ab Mittwoch ordentlich geregnet, das hat uns weiteres gießen erspart und wird die Wurzeln ausgezeichnet versorgen.

Wir haben ein bisschen gefilmt, da sieht man noch etwas genauer wir das alles gelaufen ist.

Haarscharf

Sprießende Reben

Der enorm frühe Austrieb dieses Jahr erhöht die Gefahr von Schäden durch Spätfröste. Die Angst sitzt allen Winzern im Hinterkopf. Zwei Nächte hatten wir vergangene Woche, in denen das Thermometer unter 0°C sank. Einmal waren es -0,5°C, einmal -1,5°C. Der starke Bodenbewuchs unserer Weinberge war da sicher nicht hilfreich (weniger Bodenwärme). Allerdings im Gegenzug dann doch, weil die dunklen Armeen der Erdraupen dadurch etwas gebremst wurden. Sie haben genug Knospen ausgefressen aber es könnte schlimmer sein.

In jedem Fall sind wir bei Erdraupen wie beim ersten Zitterfrost mit einem blauen Auge davon gekommen. Die alten Haudegen haben nichts abgekriegt und sprießen munter vor sich hin.

Bei den jungen Dingern sieht man jedoch wie knapp es war. 60-70cm hoch stand die Kaltluft am Boden und hat da wo sie war ganze Arbeit geleistet.

Haarscharf

Hier sieht man es noch besser: am Stämmchen ist alles erfroren.

Erfroren

Die nächste Woche sieht erstmal wieder besser aus aber durchgeschaut wird erst, wenn die Sophie ihren Hut genommen hat. Drücken wir die Daumen …

Auf dem Steinberg

Heute Morgen auf dem “Feld”: die letzten Steine per Hand eingesammelt und beiseite geschafft. Da sieht man noch mal die wunderbare Vielfalt des Keuper-Bodens. Besonders faszinierend: der zerbröselnde Lettenkeuper. Scheinbar ein kompakter Stein, der beim Anfassen in viele kleine Stückchen zerfällt.

Auf und nieder

Niedergezogene Reben

“Die Reben haben ihre Winterruhe beendet” teilte der fränkische Weinbauring seinen Winzern vergangene Woche mit. Der bisher äußerst warme und sonnige Frühling lässt die Knospen kräftig schwellen. “Sie liegen in der Wolle” sagt man auch und ein Bild verdeutlicht ganz gut was damit gemeint ist.

Schwellende Knospe am Weinberg

Gut zwei Wochen früher als gewöhnlich sind wir damit dran. Der Rebschnitt ist ja schon seit einer Weile abgeschlossen und so wird es nun höchste Zeit die Reben herunterzubiegen und anzubinden. Mit zunehmend nahender Blüte brechen die Reben leichter und nichts ist ann trauriger als einen schönen, gesunden Stock für ein Jahr zu kastrieren. Aber gerade in den feucht-kühlen Morgenstunden geht es derzeit ganz prima und so bringen wir die Weinberge Stock für Stock in Form.

Niedergezogene Reben

Es macht ja Spaß bei diesem Wetter draußen zu arbeiten wie hier am Kitzinger Eselsberg.

Randzeile unserer Domina am Kitzinger Eselsberg

Die Bodenvegetation sprießt schon in großer Vielfalt.

Blumenvielfalt Ende März am Kitzinger Eselsberg

Jetzt hoffen wir mal dass wir keinen Spätfrost mehr bekommen, die wohl größte Angst der Winzer bei einer frühen Blüte.

Bagger marsch!

Bagger gräbt den Weinberg um

Endlich sind die Weinberge trocken. Wir waren schon besorgt, ob das mit dem Kompost und dem Bagger noch klappt vor dem Pflanzen. Zehn Tonnen feiner Kompost vom nahe gelegenen Wald.

Kompost

Einmal oben auf dem Hang verteilt ist es schon erstaunlich nach wie wenig das aussieht.

Verteilter Kompost

Und jetzt ist der Bagger da und gräbt den ganzen Weinberg etwa einen Meter tief um.

Bagger gräbt den Weinberg um

Riesige Steine fördert er dabei zutage – schade dass die meisten “nutzlos” sind. Da ist jede Menge Lettenkeuper dabei, nach und nach werden sie wohl zerbröseln.

Steine