Warum liegt hier eigentlich Stroh?

Ein aufmerksamer Leser hat uns eine Mail mit der Frage geschrieben, ob auf einem der Bilder aus dem letzten Post Stroh in den Weinbergszeilen läge und wenn ja warum. In der obigen Aufnahme sieht man es dann ganz deutlich: in der Tat haben wir in den letzten Tagen das letzte Stroh in den Weinbergen verteilt. Eigentlich macht man das dann Anfang August, die Nässe hat es jedoch über Wochen unmöglich gemacht, mit dem Traktor ohne Gefahr die Hänge hinauf und hinab zu fahren. Deshalb dieses Jahr die vierwöchige Verspätung. Aus ökologischen Gründen (u. a. wegen der Nitratauswaschungen) wird empfohlen, das möglichst vor der Weinlese durchzuführen (deshalb haben wir dieses kurze, trockene Zeitfenster genutzt). Nach der Ernte darf der Boden bis zum nächsten Frühjahr ruhen und sich einer vielfältigen Vegetation erfreuen.

Und warum macht man das nun? Zum Einen dient das Stroh der Lockerung des Bodens und damit auch der verbesserten Wasseraufnahme bzw. der Verringerung der Verdunstung. Nur aus diesem Grund wäre es bei diesem regenreichenreichen Sommer jedoch nicht nötig gewesen. Die steilen Lagen sind jedoch zum Anderen stets mehr oder weniger von Erosion bedroht. Und das Einbringen von Stroh verhindert das Abschwemmen des Erdreichs. Einfaches Mittel aber effektiv.

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