Es wird abgestochen

Der nächste große Arbeitsschritt wenn die Weine durchgegoren sind: abstechen. Hinter diesem martialischen Wort verbirgt sich das Trennen von Jungwein und dem sich abgesetzten Trub, vornehmlich Hefe. Die hat ihre Arbeit bei den meisten Weinen jetzt getan und wird nicht mehr benötigt. Ausnahme: die noch im Biologischen Säureabbau befindlichen Rotweine, die brauchen die Hefe noch.

An den Schlauch wird nun also der Abstechhahn geschraubt und in die entsprechende Öffnung in den Tank gesteckt (oder gestochen). Die sitzt knapp unterhalb des Türchens und damit gut oberhalb des Satzes. Und dann wird der schon recht klare Jungwein abgepumpt bis die Türe geöffnet werden kann.

So sieht der Hahn aus wenn er noch etwas sauberer ist:

Und dann hängt Kellermeister Grohme den Hahn von oben in den Wein und wir pumpen weiter bis nur noch die Hefe zu sehen ist. Wie Lehm klebt sie teilweise am Boden der Tanks.

Teilweise sieht das toll aus, wie Wein, Hefe und Weinstein im Edelstahltank schimmern.

Dann wird wieder alles geputzt, die Weine aufgeschwefelt und dann ist erstmal Ruhe im Keller. Drei Wochen haben wir schon daran gearbeitet, nächste Woche sollten wir fertig werden und sind gespannt den Keller dann mal in Ruhe zusammen durchzuprobieren.

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