Schnipp schnapp Reben ab

Nachdem im späten Herbst das Laub zu Boden gefallen war, sah man noch einmal schön, welche Menge Holz im Jahr 2013 gewachsen war. Das muss nun wie jedes Jahr fast komplett abgeschnitten werden. Stehen bleiben bei uns nur zwei nicht zu dicke, einjährige Reben, die idealerweise links und rechts aus dem Stamm kommen (damit die Säfte im Stock gleichmäßig fließen). Hier hat das ganz gut funktioniert:

Eine Menge Dinge sind zu beachten bei einer der wichtigsten Arbeiten des Jahres. So hat der erfahrene Winzer schon die Stelle im Blick, die im nächsten Jahr für die neue Hauptrebe sorgen soll und kürzt die stehen bleibenden Reben der Kraft des Stockes gemäß. Maximal zehn Augen sollen stehen bleiben, wächst doch aus jedem Auge in den kommenden Monaten eine neue Rebe mit 3-4 Trauben. Genug für einen kräftigen Stock.

So uns der Frost verschont wird die schlechtere der beiden Reben – die “Frostrute” – im Mai noch herausgeschnitten, um alle Energie in die verbliebene Hauptrute zu lenken. Nackt sieht er jetzt aus, der Grauburgunder.

Immer wieder beeindruckend, welches Wachstum der Weinberg in den nächsten Monaten hinlegen wird.

Wer sich selbst mal versuchen möchte: Bei Sebastian Holey von Weinbau und Oenolgie sind wir über einen Rebschnittsimulator gestolpert. Des 90er Jahre LSD Designs der Webseite zum trotz ist das ein nettes Spielzeug.

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